Sonntag, 4. März 2018

Feuer über dem Hennersdorfer See - Niederlausitzer Erkundungen -

Schöne Spiegelung auf dem Hennersdorfer See im Winter 2018


Sonntag Abend Spaziergänge in der Niederlausitz lassen oft schöne Bilder entstehen. So auch am Hennersdorfer See zwischen Finsterwalde/Niederlausitz und dem Dorf Hennersdorf bei Doberlug-Kirchhain. Hier einige schöne Beispiele vom Sonnenuntergang am 04. März 2018.

Hennersdorfer Spiegel-See zugefroren.
Nach wochenlangen Frost bis minus 16 Grad Celsius ist der See mit einer dicken Eisschicht bedeckt.

Hennersdorfer See mit Sandstrand.
Ein bezaubern klarer Himmel lässt das letzte Blau noch mal richtig zur Geltung kommen.

Hennersdorfer See mit Flamme im Eis.
Ähnlich einer gigantischen Flamme scheint sich die Reflektion in das Eis zu brennen.

Hennersdorfer See, Federgras.
Im Federgras spiegelt sich das Abendlicht.

Kleine Eisscholle auf dem Hennersdorfer See.
Hennersdorfer See mit Eislinse.
Eine einzelne Eislinse hebt sich vorsichtig aus dem Eis.

Hennersdorfer See mit diamantenem Eisblock.

















Fast wie ein verlorener Diamant wirkt der Eisblock im letzten Sonnenlicht.

Hennersdorfer See, zweimal Kiel oben.
Kiel oben? Ist da ein Boot verunglückt? Wie zwei umgekippte Schiffe könnte man annehmen.

Hennersdorfer See mit seltsamer Bucht.
Unbekannte flüchtige Küste ...

Hennersdorfer See mit Eisschollen im Abendlicht.
Hennersdorfer See mit Spuren auf dem Eis.
Die Spuren im Eis. Schlittschuhläufer?

Hennersdorfer See mit Spuren auf dem Eis.
Torbogen auf dem Eis.
Hennersdorfer See mit verlorenen Diamanten.
Verlorene Eis-Diamanten?

Hennersdorfer See. Wenns unterm Eis blubbert. Methangasblasen.
Am westlichen Ufer steigt aus ehemaligen Kohleschichten Methan auf und friert im Eis ein.

Hennersdorfer See mit Spuren der durstigen Zivilisation.
Tierischer Dauercamper am Hennersdorfer See.
Es gibt auch noch Seebewohner die hier überwintern. Hier hat sich ein Insekt eine Winterwohnung gesucht und überwintert am Strand.

Hennersdorfer See in letzten Sonnenstrahlen.
Eis-Spaziergänger auf dem Hennersdorfer See.

Hennersdorfer See, Spaziergänger auf dem Eis.
Feuer über dem Horizont.

Hennersdorfer See. Wolken-Feuer über dem See.
Ein heranrückendes Tiefdruckgebiet wird in der Nacht die Schönwetterperiode beenden und damit die frostigen Wochen. Leider damit auch die schönen Bilder.

Hennersdorfer See mit Feuerwolken.
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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.

Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

Sonntag, 28. Januar 2018

Bahnhof Kunersdorf - Niederlausitzer Bahnfotos -

Fotografische Fundsache Bahnhof Kunersdorf


Bei Wühlen in alten Kisten kommen manchmal doch interessante Dinge ans Tageslicht. So auch einige ältere schwarz-weiß Fotos vom Bahnhof Kunersdorf (Spree-Neiße Kreis) aus dem Jahr 1980. Der Eingemeindung geschuldet, nannte sich der Bahnhof bis 2003 Bahnhof Papitz, niedersorbisch Popojce.


Bahnhof Kunersdorf befand sich im Streckenkilometer km 105,04 der Strecke Berlin Cottbus. Zum Bahnhof gehörten noch folgende Stellwerke und Dienstposten:
  • Weichenwärterstellwerk W 2
  • Schrankenposten Po 79, Ortsverbindung Dahlitz - Kolkwitz
  • Schrankenposten Po 74, Ortsverbindung Krieschow - Milkersdorf Vorwerk
  • Schrankenposten Po 75, Ortsverbindung Eichow-Wasserwerk in Richtung Babow
  • Haltepunkt Kolkwitz Nord mit Fahrkartenausgabe.
Im Bahnhof Kunersdorf selbst befand sich eine mechanische Vollschranke, der Fahrdienstleiter-Dienstraum kombiniert mit Fahrkartenausgabe, Gepäckabfertigung. Im hinteren Teil des Gebäudes befand sie der Dienstraum des Leiters des Bahnhofes und ein beheizter Warteraum für Reisende. Letzter war nur von der Ostseite zugänglich.


Bahnhof Kunersdorf von der Westseite aus gesehen.

Hinter dem Bahnhofsgebäude in Richtung Cottbus befand sich noch ein Ölraum als alleinstehendes Ziegelgebäude. An dieser Stelle entstand später der Relaisraum, als 1987 mit der Stellwerkskonzentration (Rationalisierungsmaßnahme) der Weichenwärter W 2 entfiel.

Bahnhof Kunersdorf 1980. Bahnsteig 1 mit Blick Richtung Osten.
Da die Strecke zwischen Lübbenau und Cottbus bis Dato eingleisig ist, war die Kreuzungs- und Überholmöglichkeit in Kunersdorf von entscheidender Bedeutung für die Durchlassfähigkeit in beide Richtungen.
Bahnhof Kunersdorf in den Neunzigern. Die mechanische Vollschranke.
Nach dem Umbau des Bahnhofs 1997 bis 1998 verlor der Bahnhof seine Kreuzungs- und Überholmöglichkeit. Ein Umstand der sich wenige Jahre später sehr negativ auf die Durchlassfähigkeit, insbesondere des Reiseverkehrs der Strecke, auswirken sollte. Im Bahnhof blieb nur ein Gleisstummel von Gleis 2, der nur von der Vetschauer Seite aus über zwei Weichen und eine Gleissperre angebunden blieb.

Bahnhof Kunersdorf, der Fahrdienstleiterarbeitsplatz mit Zugnummernmeldeanlage, analogem Zugfunk und Fernsprechern (Kommandoschrank).
Bahnhof Kunersdorf, Fahrdienstleiterarbeitsplatz mit Beistelltisch und Digitalem Zugfunk in Form von Dicora C.


















Bahnhof Kunersdorf, Fahrdienstleiterarbeitsplatz mit Gleisbildtisch Bauform 2 als Bedienpult.
Bahnhof Kunersdorf, Fahrdienstleiterarbeitsplatz mit Schlüsselwerk.
Über das Schlüsselwerk wurde die Abhängigkeit zwischen mechanischer Vollschranke und der Fahrstraßen hergestellt.

Bahnhof Kunersdorf, Fahrdienstleiterarbeitsplatz. Blockwerk mit
Schlüsselsperren für die beiden Weichen.
Festgelegt wurden die Fahrstraßen über die vier Gleichstromblockfelder. Rechts neben dem kleinen Blockwerk befanden sich die beiden Schlüsselsperren für die noch verbliebenen Weichen 3 und 4.

Bahnhof Kunersdorf. Fahrdienstleiterarbeitsplatz in Komplettansicht.
Durch das Fenster des Fahrdienstleiters ist der ehemalige Güterboden für Stückgut zu erkennen. Darin befand sich auch ein Raum der für Dienstunterrichte, gelegentliche Feierlichkeiten und Bauberatungen genutzt wurde.

Der baulich sehr schlechte Zustand des Stellwerkes lässt sich an den Fenstern gut erkennen.

Bahnhof Kunersdorf. Der Vorbau für die Schrankenwinde.
Im Eingangsbereich zum Stellwerk der mechanische Schrankenbock mit Schrankenwindenverschluss. Rechts an der Wand die Freischaltung für die Fahrwegprüfung in Form von Schlüssel mit elektrischer Anbindung.

Bahnhof Kunersdorf, Fahrdienstleiter H. beim schließen der mechanischen Vollschranke.
Immer im Blickpunkt der dörflichen Öffentlichkeit der Fahrdienstleiter beim schließen der Schranke.

Bahnhof Kunersdorf, niedersorbisch/wendisch Kosobuz, bei Nacht.
Während seiner gesamten Geschichte ist der Bahnhof rund um die Uhr besetzt gewesen.

Bahnhof Kunersdorf, Regionalexpress bei der Durchfahrt durch den Bahnhof 2003.
Verkehrshalte hatten lediglich Regionalbahnen. Hier noch DB Regio.

Bahnhof Kunersdorf.
An der Stelle des Fahrradständers befand sich bis Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts die öffentliche Toilette. 

Weichenwärterstellwerk W 2


Bahnhof Kunersdorf, Stellwerk W 2.
An der Ortsverbindung Kunersdorf Siedlung Waldstraße /Klein Limberg nach Dahlitz befand sich auf halben Weg das 1967 gebaute Stellwerk W 2 für den Weichenwärter. Ein altes Vorläufergebäude auf der anderen Gleisseite wurde damit abgelöst. 


Altes Weichenwärter-Stellwerk bis 1967 und späterer Kohleschuppen.
Im Backsteingebäude des Vorläuferstellwerkes hatte der Weichenwärter einen sehr kleinen Aufenthaltsraum. Darin war das Schlüsselwerk des Stellwerks  über das die mechanischen Handweichen 9 und 10 über Schlüssel eingebunden waren. Mit dem Neubau des Stellwerks  W 2 gegenüber, diente das alte Gebäude als Kohlenschuppen.

Bis Anfang der 80ziger Jahre war die mechanische Vollschranke nicht signalabhängig. Sie wurde von innerhalb des Stellwerkes bedient.

Bahnhof Kunersdorf. Innenraum des Weichenwärter-Stellwerkes W 2.
Innen befand sich ein mechanisches Stellwerke mit elektrischen Signalen, die aber an Signalhebel angebunden waren. Eine mechanische Vollschranke, vom Innenraum des Stellwerks aus bedient, sicherte den Bahnübergang. Ab 1982 wurde aus der Schranke eine Anrufschranke.

Schreibtisch, Fernsprecher und Blockwerk des Weichenwärters W 2 Papitz.
Auf einem kleinen Schreibtisch aus den 50er Jahren standen zwei Fernsprecher. Einer diente als Bahnhofsringleitung. Der Zweite war mit der Zugmeldeleitung Kunersdorf, Schrankenposten 79 in Dahlitz, Haltepunkt Kolkwitz Nord und dem Stellwerk Cbn verbunden. 
Hinter dem Blockwerk befand sich ein Heißluft-Kachelofen.
Bahnhof Kunersdorf, Stellwerk W 2. Personenzug Königs Wusterhausen Richtung Cottbus.
Mit der Stellwerkskonzentration 1989 wurden die beiden Weichen 9 und 10 sowie die Signale des Stellwerkes an ein Gleispult WSSB Bauform 2 beim Fahrdienstleiter angebunden. Durch die Aufgabe der Ortsverbindung von der Waldstraße Kunersdorf nach Dahlitz, entfiel schon einige Jahre vorher Bahnübergang.

Mit Beginn des 1. Weltkrieges 1914 wurde in Kunersdorf ein Verkehrshalt eingerichtet. Ziel war damals die Arbeiter besser zu den Fabriken in Cottbus und Berlin befördern zu können. Zudem hatte ein reger Landhandel auf dem Bahnhof Papitz eingesetzt. In der Folge entstanden ein Gleisanschluss, Güterboden sowie eine Kopf- und Seitenrampe. Anfang der 90er Jahre wurden die Bedienung des Anschlusses und die Verladetätigkeit endgültig aufgegeben. 

Von den übrigen Stellwerken die zum Bahnhof Kunersdorf gehörten, waren keine Fotos zu finden.

Sonntag, 14. Januar 2018

Schloss und Park Sallgast - Niederlausitzer Erkundungen -

Fotografischer Streifzug um Schloss und Park Sallgast


Ein sonniger kalter Januartag lud im Winter 2018 zu einem fotografischen Streifzug ein. Gelegenheit dem Park und seinem Schloss in Sallgast einen Besuch abzustatten.

Mitten in der westlichen Niederlausitz befindet sich das Schloss Sallgast. Seit seinem Bau im 12. Jahrhundert hat es eine wechselvolle Geschichte und viele Besitzer gesehen. Ursprünglich eine Wasserburg und Wehranlage hat sie sich im 19. Jahrhundert in ein kleines Schloss mit Burgcharakter gewandelt. Die Lage in einem ehemaligem Sumpfgebiet lässt auf eine Vorläuferanlage aus slawischer Zeit schließen.

Ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts wurde der weitläufige Park mit Teichanlagen errichtet.

Schloss Sallgast und Vorderteich.



Sallgaster Kirche vom Park gesehen.
Einladung für Spaziergänger und natürlich allerlei Tiere.

Wildenten auf dem Sallgaster Schloßteich.
Natürlich hat der Schloßpark auch seine Bewohner gefunden.

Teichanlage an der Ostseite des Schlosses.
Durch den Park führt ein Rundweg mit mehreren Abzweigen in das benachbarten Waldgebiet.

Schloßpark Sallgast, der Rundwanderweg.
Auch einige romantische Plätzchen warten.

Schloßpark Sallgast. Sitzbank an der kleinen Brücke.
Der Rundweg bieten von verschiedenen Seiten sehr schöne Ansichten auf das Schloß Sallgast. Besonders in der Wintersonne mit ihrem schräg einfallendem List, ergeben sich kontrastreiche Fotos. 

Richtig romantisch, Schloss Sallgast seiner Westseite her gesehen.
Nach einer guten Stunde Streifzug fällt die Temperatur rapide. Zeit die steifen Finger an einer heimischen Tasse Kaffee zu wärmen.

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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.

Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

Samstag, 13. Januar 2018

Zempern ist in Sallgast los - Niederlausitzer Begegnungen -

Zempern in Sallgast


Von Frost bei minus 2°C und einem unangenehmen Ostwind ließen sich die Zemperer nicht abschrecken. Unter dem Motto: "In Sallgast spielen die Affen verrückt wenn Tarzan seine Jane beglückt ", ging es durch das Dorf. Hier einige fotografische und Eindrücke von der heiteren Truppe.


Zempern in Sallgast. Gefährliche Zeiten: Der Tiger war vor der Kirche in Sallgast los.


















Zempern in Sallgast. Dschungel-Treiben vor der Kirche in Sallgast.
Natürlich gab`s die passende Versorgung an heißen und kalten Medien.

Zempern in Sallgast. Und die mobile Versorgung klappte.
Zempern in Sallgast. Heidnisches Dancing.
Zempern in Sallgast. Pelztiere beim Wohlfühlen.
Wohin man schaute, dass Tierreich war rege vertreten.

Zempern in Sallgast. Auch der Obsthändler aus dem Orient war anwesend.
Internationales Flair in Sallgast.

Zampern in Sallgast. ViP-Gast: Diplomatin aus Zentralafrika, 
selbstverständlich in traditioneller Kleidung.
Nach der Ankunft auf dem Platz vor der Kirche kam es es erst mal zur kontrollierten gemeinschaftlichen Stärkung der Zemperer.

Zempern in Sallgast. Reger Zuspruch an der mobilen Bar.
Christianisierung war gestern. Der Beweis, heidnische Bräuche und Tänze sind zurück in der Niederlausitz.

Zempern in Sallgast. Heidnische Tänze vor der Kirche.
Zempern in Sallgast. Tanz ums heilige Feuer.
Selbstverständlich macht die moderne Technik auch vor heidnischen Zemperern in der Niederlausitz nicht halt. Auch wendische Bräuche folgen dem Trend zum modernen Transportmittel.

Zempern in Sallgast. Und Tiger-Lilly am Steuer.
Zempern heißt weiter ziehen. Und es geht weiter durchs Dorf.

Zempern in Sallgast. Aufstieg.
Unter dem Schutz der örtlichen Schamanin ...

Zempern in Sallgast. Natürlich begleitet eine Schamanin den Zamper-Zug.
... geht es weiter.

Sallgaster Aufbruch.
Selbstverständlich begleitet die mobile Musik-Box die Zemperer.

Zempern in Sallgast. Hier wird Musik noch von Herz und Hand gemacht.
Letzte Gruppenfotos der Zemperer.

Zempern in Sallgast. In trauter Gemeinsamkeit die Schamanin von Sallgast und ihre wichtigsten Helferinnen.
Nach dem Abrücken bleibt das heidnische heilige Feuer übrig
Und ein Brunnen in dem die bösen Geister der Gegend nun gefangen sind. Ihre ruhelosen Schatten toben auf der Säule des Brunnens im Kreis.

Zempern in Sallgast. Ruhelos toben die Geister um die Brunnensäule.
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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.

Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik