Montag, 29. Dezember 2025

Feuer in Saadow – Niederlausitzer Beobachtungen -

 Gewaltige Rauchwolke mit farblicher Dramatik


Auf dem Rückweg von einem fotografischen Streifzug über saaleeiszeitliche Grundmoränen, erhob sich unerwartet eine große Rauchwolke über der Gegend von Saadow.

Rauchwolke über der Umgebung Saadow. Aufgenommen vom Windpark Göllnitz.
Und schon ertönten die Sirenen der Umgebung, eilten eine Feuerwehr und kurz darauf die Polizei vorbei. Beiden nachzueilen und den Paparazzi zu übernehmen, schien nicht sinnvoll. Dafür bot sich die gute Sicht vom Windpark Göllnitz aus, für einige spektakuläre Fotos an. Das sollte für eine kleine Auswahl genügen.

Dimension der Rauchwolke über Saadow.
Im optischen Vergleich mit der Windkraftanlage, wird die Dimension des Brandes klar.

Kurze Zeit später. Längst war die Sonne von der aus Westen heranrückenden Hochnebelfront geschluckt. Doch im östlichen, noch klaren Himmel, sorgte die Hochatmosphäre für für eine farblich spektakuläre Umrahmung der Ereignisse in Saadow. Ein Zufall? Jedenfalls schien der abendliche Himmel der Brandsituation in Saadow noch eine besondere Dramatik verleihen zu wollen.

Farbliche Dramatik am Himmel und auf düstere Erden.
Bleib nur der Feuerwehr und den Helfern eine glückliche Hand zu wünschen und den Betroffenen, egal wem, viel Glück.
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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.
Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

Montag, 22. Dezember 2025

Morgenstunde in Göllnitz – Niederlausitzer Beobachtungen -

Sonnenaufgang in einer Landschaft mit Wolkenscholle und Fröstelfaktor


Wege übers Land haben manchmal ihre schönen Seiten. Solch eine „Schöne Seite“ tat sich Mitte Dezember 2025 bei Göllnitz auf. Ein bemerkenswerter Sonnenaufgang.

Sonnenaufgang über dem Lug bei Göllnitz.
Beim Lug handelt es sich um einen Teil der Niederlausitzer Beckenlandschaft, genauer dem Finsterwalder Becken. Seine Ursprünge gehen auf die Saale 2 Vereisung zurück, also eine Zeit die vor 150 000 Jahren endete. Beim betrachten der Fotos wird man den Eindruck nicht los, ob sich diese Landschaft ab und zu an diese ferne kalte Zeit erinnern will?

Landschaft mit Fröstelfaktor. Die noch tief stehende Wintersonne taucht den Lug in ein wildes kaltes Licht.
Im flach einfallenden Licht liegt hier fast etwas Mystisches. Beim Blick dem alten Weg entlang erwartet man das jeden Augenblick mystische Gestalten auftauchen könnten. Doch sie bleiben aus. Fast ein bisschen schade.

Die tief stehende Sonne verleiht dem Weg in den Lug einen mystischen Hauch.
Nur wenige Momente und schon ändert sich wieder das Licht über der Landschaft. Im Hintergrund der Baumreihen der Zürcheler und Dollenchener Mühlgräben.

Lug im goldenen Licht.
Im Westen erscheint über dem Lug eine blockartige Wolkenfront. Eine langgestreckt winterliche Schichtwolke. Ungewöhnlich ihre kantige Form, ähnlich einer schwebenden Eisscholle.

Wolken-Scholle am Himmel über dem Lug bei Göllnitz.
Beim Blick zurück erscheinen die Lindthaler Bauernheide mit ihrem markanten Windpark, sowie dem Guschnerberg und Brandberg im rötlichen Morgenlicht.

Guschnerberg und Brandberg mit dem Windpark in Hintergrund.
Ein weiteres mal umsehen und schon wird der Sonnenaufgang milder, fast ein bisschen kuschlig. Die höher steigende Sonne verändert schnell wieder ihre Lichtflut.

Sonnenaufgang und Nebel über dem Lug, jetzt milder.
Da die Zeit zu drängen beginnt nur noch ein kurzer fotografischer Blick auf Kirche und Dorfstraße zum Schloßplatz. Auch hier hat der Sonnenaufgang optisch ganze Arbeit geleistet. So vollständige Ansichten der Kirche sind nur im Winter möglich. Im Sommer verdeckt das Laub der Bäume die eigentlich schöne Kirche.

Kirche von Göllnitz im Morgenlicht.
Licht in der Dorfstraße Göllnitz.
Da das Dorf Göllnitz leicht erhöht auf dem Sattel einer Grundmoräne steht, der etwas in den Lug hinein ragt, bildet der Ort immer einen fotografischen Blickfang in der Landschaft.
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Quellen:
Wikipedia: Saale-Komplex

Eberhard Scholz
"Die naturräumliche Gliederung Brandenburgs". Erschienen 1962
Märkische Volksstimme
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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.
Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

Samstag, 20. Dezember 2025

Tornitzer Lesebude – Niederlausitzer Entdeckungen -

 In der Niederlausitz gibt es einsame Dörfer, es gibt verlassene Dörfer und vergessene Dörfer. Und dann gibt es Tornitz. Wer war daran Schuld? Natürlich die Eisenbahn und die Bauern, wer auch sonst. Zumindest an dieser zufälligen Entdeckung. Um das Wortspiel-Mysterium aufzuklären, ein Traktor und eine geschlossene Schranke sorgten für einen  Umweg. Dieser führte über Briesen und den etwas abgelegenen Ort Tornitz, am Ostende des Landkreises Oberspreewald-Lausitz (OSL).

Auf der Durchfahrt fiel ein etwas eigenartiges Ensemble auf. Eine gelbe Lesebude. Grund genug zum fotografischen Zwischenstopp.

Lesebude, Mitfahrerbank, Schwarzes Brett und Freiluft-Zeitschriftenständer in Tornitz.
Bei der Zufahrt zum Ort entstand der optische Eindruck, das Dorf wolle sich verstecken. Zwischen Waldgebiet und Briesener Wiesen erstreckte sich eine Baumreihe. Nur einige bunte Hausgiebel lugten dazwischen hervor. Doch fürs verstecken gibt es bei Tornitz keine Gründe.

Fast verstecktes Dorf Tornitz.
Ein solchen Ensemble im Ort aufzustellen, zeugt zumindest von rührigen Einwohnern mit Sinn fürs nicht Alltägliche. Mit der gelben Lesebude aus schräg angeordneten Brettern, schiefen symbolisierten roten und grünen Fenstern, ist den Initiatoren schon mal ein ordentliche Hinkucker gelungen. Ein Glastisch mit grüner Holzbank davor lädt zum verweilen ein.

Schräges Ambiente aber ein Hinkucker, die Tornitzer Lesebude.
Davor hat sich ein Freiluft-Zeitungsständer eingefunden. Warum nicht mal die Zeitung vom Nachbarn lesen, muss sich hier jemand gedacht haben.

Zeitschriften-Recycling mal anders.
In der Natur haben Jungtiere meist eine unauffällige Farbgebung. Des Schutzes wegen. Und wie es scheint, hat die Lesebude ein Junges zur Welt gebracht. Versteckt hinter dem Zeitungsständer, eine graue Kinder-Lesebude.

Die Kinder-Lesebude von Tornitz.
Zu dem Trio hatte sich eine rote Mitfahrerbank gesellt. Auch mal ein Novum. Daneben ein kleiner Mast mit schwenkbaren Richtungsschilder. Wüstenhain steht als erstes Schild drauf.
Mitfahrerbank von Tornitz.
Bei der späteren Recherche stellte sich heraus: Die Initiative geht auf eine Idee eines Einwohners zurück und wurde als Antrag der Linken im Stadtrat Vetschau eingebracht. Ideen muss man eben haben, wenn der Bus nicht immer kommt. Wer mehr darüber wissen möchte, hier ein Link: Stadt Vetschau Mitfahrerbank

Inzwischen wird das Ganze von einer gelben Fahrrad-Reparaturstation garniert. Die wirkt durchdacht und ausgesprochen neu.

Fahrrad-Reparaturstation Tornitz.
Offenbar ist der Weg über Tornitz für Fahrradtouristen interessant. Liegt auch auf der Hand, denn der Gräfendorfer See ist nicht übermäßig weit entfernt.

Doch zurück zur Lesebude und ihrem Nachwuchs. Sehr erfreulich, beim Blick ins Innere offenbart sich Ordnung und Sauberkeit. Da sieht also jemand nach dem Rechten.

Blick ins Innere der gelben Lesebude.
An der Tür ist eine Übersicht oder Wegweiser durch die Literatursparten angebracht. Eine Medaille gab es für die Idee auch schon.

Wegweiser an der Tür.
Die Literaturauswahl wirkt nicht langweilig. Es ist für ein breites Spektrum an Leselust etwas dabei. An der Tür befindet sich unten ein Briefkasten für Anregungen. Gute Idee.

Die neusten Zugänge an Literatur sind innen repräsentativ angeordnet.
In der Nachwuchs-Lesebude für Kinder sieht es auch ordentlich aus.

Blick ins Innere der Kinder-Lesebude.
In dessen Regalen ist noch etwas Platz. Ein Grund mal die heimischen Bücherregale zu inspizieren, denn da sind einige Leser schon länger aus dem Lesealter heraus gewachsen.

Erst zum Schluss fiel ein nettes Detail auf. Unter dem Glastisch vor der Lesebude steht ein kleines Gesteck.

Weihnachtliches Gesteck unter dem Lesetisch.
Zweifellos hat diese Anlage 2015 mal mit der Lesebude begonnen. Wovon ein Schild in Form eines gelben Buches zeugt. Doch sie scheint über die Zeit gewachsen zu sein. Was auffällt, es wird sich darum gekümmert. Auch das ist bei solchen Projekten nicht alltäglich.

Bilanz: Tornitz mag ein etwas abgelegener Ort sein. Doch langweilig ist er nicht.

Wieder an der Schranke, diesmal ohne Traktor, Eisenbahn soll ja schließlich fahren, gab es noch mal einen Blick zurück zu einem Dorf das Ideen hat.

Tornitz im schwindenden winterlichen Abendlicht.

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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.
Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

Freitag, 19. Dezember 2025

Wenn die Wolken eckig sind – Niederlausitzer Beobachtungen -

Kantig-eckige Wolkenformation über Saadow und Cottbus


Eigentlich ist die Niederlausitz eine wenig auffällige Landschaft. Trotzdem bieten sich zwischen Elbe, Schwarzer Elster, Spree und Neiße manchmal beeindruckende Fotomotive.

Merkwürdig kantig-eckige Wolkenformation über dem Lug bei Saadow.
So am 18. Dezember 2025 bei Saadow und eine Stunde später in Cottbus. Aus Südwesten kommend zog sich ein kantiges, blockartiges Wolkengebilde Richtung Nordost. An seiner Außenseite hatten sich scharfe Kanten gebildet. Und entgegen sonstiger Gepflogenheiten veränderte diese Wolkenformation nicht ihre Form. Sie verhielt sich ähnlich eine kantigen Eisscholle.

Etwas mehr als vierzig Kilometer Kilometer östlich und etwa eine Stunde später, tauchte die unverändert eckige Wolkenformation über dem westlichen Bereich der Stadt Cottbus auf.

Auffällig eckige Wolkenformation über Cottbus.
Aus dem Fenster im vierten Stockwerk eines Verwaltungsgebäudes, lies sich nun die eckige Form besonders gut fotografieren.

Nahaufnahme der Wolkenformation über Cottbus.
Um auszuschließen das es sich um eine optische Täuschung handelt, wurde die Wolkenkante mit einem Filter fotografiert. Diese Aufnahme zeigt nun ganz deutlich die Kantenform des blockartigen Wolkengebildes.

Nahaufnahme durch einen Filter und dem Dunstfilter einer Bildbearbeitung geprüft.
Unzweifelhaft verhielt sich diese Wolkenformation analog eine langgestreckten Eisscholle. Nun sind Schichtwolken im Winter in der Niederlausitz nicht ungewöhnlich. Sie entstehen oft bei stabilen Wetterlagen. Das aktuelle Hochdruckgebiet bietet durchaus gute Voraussetzungen für Schichtwolken. Oft liegen gleich mehrere davon übereinander. Ursache sind die nach oben ungleichmäßig absinkenden Temperaturen. Die Ursache für diese eigenartig kantige Struktur lies sich aber nicht ergründen. Vielleicht hat ein Meteorologe eine plausible Erklärung?

Und um gleich im Voraus etwas zur klären, der Fotograf hat am frühen Morgen noch nicht am Glühwein genascht. Auch ist hier keine Künstliche Intelligenz am Werke. Hier ist alles noch Natur.

Auf alle Fälle zeigt es das die Niederlausitz auch am Himmel nicht langweilig ist.

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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.
Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Uebigau im Abendlicht – Niederlausitzer Erkundungen -

Ein abendlicher Streifzug durch die westliche Altstadt von Uebigau


Schöne Ansichten und Augenblicke lassen manchmal das eigentliche Ziel einer Fahrt in den Hintergrund treten. Uebigau im Abendlicht war so ein Anlass. Hochdruckgebiet Gisela servierte dem Himmel über der kleinen Niederlausitzer Stadt ein strahlendes Blau. Und die schon recht tief stehende Sonne, sorgte in den Straßen für kontrastreiche Ansichten. Beste Voraussetzungen für einen kleinen fotografischen Streifzug durch Uebigaus westliche Altstadt.

Geschäftiges Treiben auf dem Markt Uebigau.
Auf dem Markt des ehemaligen Ackerbürgerstädtchens ist an diesem Freitagabend noch reichlich Betrieb. Kinder klettern auf den Steinbänken vor dem Stadtbrunnen herum, weshalb Fotos vom Brunnen auf später verschoben werden.

Torgauer Straße Ecke Kreuzstraße mit Blick zum historischen Markt Uebigau.
Ein Blick rund um den Markt, lässt ein recht breites Spektrum historischen Häuser und baulicher Epochen erkennen. Auf dem Weg zur Stadtbrücke über den Neugraben, fallen eine Reihe schön sanierter Häuserfronten auf. Beispielsweise die der Bäckerei am Markt.

Back- und Konditorwaren mit Cafee, Tee am Markt Ecke Torgauer Straße.
In der Kreuzstraße fällt das nächste stilvoll sanierte Fachwerkhaus ins Auge.

Hübsch saniertes Fachwerkhaus in der Kreuzstraße.
Wie bei den meisten Niederlausitzer Kleinstädten, hat die Ersterwähnung eines festen Ortes wenig mit der tatsächlichen Entstehung zu tun. So auch in Uebigau. Und irgendwie spürt man das beim schlendern durch die Straßen, die auf den ersten Augenblick merkwürdig angeordnet erscheinen. Deutlich wird das an der Führung der geschlängelten Torgauer Straße. Auffällig auch die Verläufe der Schulgasse, Kreuzstraße, Hirtenstraße, Schlossstraße und Ringstraße.

Schulgasse am Abzweig Kreuzstraße.
Die schmale Schulgasse führt direkt zur ehemaligen Lateinschule.
Durchblick zur Ringstraße mit schön erhaltenen Transformatorhaus am Neugraben.
Denkt man sich jedoch ein paar Jahrhunderte zurück, erklärt sich die Anordnung besser. In einer Zeit wo auch kleine Städte auf einen Kompromiss zwischen Verteidigung, Wirtschaft und Handel ausgerichtet werden mussten, herrschten andere räumliche Zwänge vor. Dazu bestimmte die Landschaft zwischen morastigen Altarmenresten der Schwarzen Elster, Kaisers Lache und Fluth, die Form der Stadt. Wobei Letzteres schon im 16. Jahrhundert zweifellos ein hydrologisches Meisterwerk darstellte.

Gebogene Ringstraße am Neugraben, der ehemaligen Fluth.
Markantestes Bauwerk an der Torgauer Straße, die Brücke über den Neugraben.

Brücke über den Neugraben.
Wappen der Stadt Uebigau im Brückengeländer. Ausdruck der Bereitschaft einer Stadt zur Wehrhaftigkeit.
Überraschender Weise bietet sich von der Brücke ein guter fotografischer Rundblick. Bei der engen Bebauung war das nicht zu erwarten. Hier ein paar Eindrücke.

Wildnis am Neugraben in Richtung Hinterm alten Schloss.
Spätherbstlicher Garten am Neugraben.
Torgauer Straße in Richtung Vorstadt.
Torgauer Straße Richtung Marktplatz.
Beim Rundblick fällt ein weiteres markantes Bauwerk Uebigaus auf. Die Kirche Sankt Nikolai.

Durchblick durch die Stadthäuser zu Evangelischen Kirche Sankt Nikolai.
Doch folgen wir erst mal der Ringstraße entlang des Neugrabens.

Neugraben und Ringstraße mit markanter Kirche Sankt Nikolai im Hintergrund.
Schöner herbstlicher Anblick, die Wiese am Neugraben Richtung Friedhof.
An den Bauwerken beider Uferseiten wird klar, hier standen historische Mühlen. Im Mauerwerk prangt eine zugemauerte Bogentür.

Eine Bogentür in der Mauer führt direkt zur Grabenseite.
Natürlicher Herbstschmuck, Roter Wein an einem Gebäude am Ufer des Neugraben.
Vorbei am ehemaligen Trafohäuschen, führt die gut gepflasterte Straße zu einer Anordnung dreier kleiner Häuser auf einer Straßeninsel. Die kleinen Häuser wirken verlassen, bieten aber trotzdem schöne Motive.

Häuserinsel an der ehemaligen Stadtmühle Uebigau.
Hauseingang mit Bewuchs.
Direkt daneben befindet sich die historische Stadtmühle samt Wohnhaus. Ehemalige Mahlsteine verschiedener Größe weisen den Weg.
Historische Wassermühle der Stadt Uebigau.
Mahlsteine vor der historischen Stadtmühle Uebigau.
Unmittelbar über dem Neugraben das hölzerne mechanische Laufwerk der historischen Mühle.

Interessanter Anblick. Das Laufwerk der Mühle im Abendlicht.
Warum der Zugang gesperrt ist wird schnell deutlich. Hier herumklettern würde kaputtklettern bedeuten.

Sperrwerk (Wehr) der historischen Stadtmühle Uebigau.
Wer mehr über die Stadtmühle Uebigau wissen möchte, hier ein Link: Visitenkarte Uebigau-Wahrenbrück

Auch ein Besuch im Heimatmuseum in der Doberluger Straße, ist in dem Zusammenhang sicher nützlich. Link: Heimatmuseum Uebigau

Bei dem insgesamt recht gut erhaltenen Objekt, stellt sich die Frage nach eventueller  Restauration und Einrichtung einer Schaumühle.

Von der Mühle aus zeigt der Neugraben gleich noch mal seine herbstliche Schönheit.

Neugraben in Herbstfarben.
Um die Stadtmühle und Häuserinsel finden sich einige nette fotografische Details. Beleg einer aufmerksamen und pflegenden Hand im Umfeld.

Wasserpumpe im Herbstkleid.
Hier liegen über eine halbe Milliarde Jahre auf dem Boden. Felsenstücke der Rothstein-Formation. In der westlichen Niederlausitz nicht selten, aber sehr sehr alt.

566 Millionen Jahre alte Beetbegrenzung, Felsgesteine der Rothstein-Formation.
Darunter eine sogenannte Brekzie, ein Zeugnis heftiger tektonischer Verwerfungen aus der Entstehungszeit des Cadomischen Gebirges.

Typische Felsen-Brekzie der Rothstein-Formation.
Ein Gestein aus einer Zeit, als das Leben auf diesem Planeten noch nicht entschieden hatte, was es mal werden wollte. Es war die Zeit Ediacara-Fauna. Eine Welt auf dem Meeresgrund mit Lebewesen, die jeden Science-Fiction Film zweifellos Ehre gemacht hätten.

Wieder in der gut gepflasterten Ringstraße.

Hübscher Anblick in der gepflegten Ringstraße.
In der Kirchstraße bestimmt die Evangelische Kirche Sankt Nikolai das Bild. Gut restauriert, bietet sie einen schönen Blickfang.

Evangelische Kirche Sankt Nikolai in der Abendsonne.
Wer mehr über das Gebäude und seine Geschichte sucht, ein passender Link: Evangelische Kirche Sankt Nikolai Uebigau

Und nun ein paar fotografische Eindrücke rund um die Kirche.

Schmale Verlängerung der Straße An der Kirche zum Neugraben.
Es gibt Augenblicke, da weist die Sonne den Weg. Und dieser zeigt kurioser Weise direkt zum Eingang der Kirche.

Interessanter Lichteffekt zum Eingangstor der Kirche Sankt Nikolai.
Doch auch ein Blick zurück belohnt mit interessanten Lichteffekten.

Rückblick Richtung Ringstraße.
Auch das Kirchengebäude selbst ist sehenswert.

Kirche von der Ostseite.
Auf dem Gelände stehen zwei Denkmale zur Erinnerung an unschöne Zeiten. In Anbetracht der aktuellen weltpolitischen Begehrlichkeiten, sollte jeder diesen Anblick mal sacken lassen.

Denkmal an die Gefallenen des 1. Weltkrieges in Uebigau.
Und den noch schlimmeren 2. Weltkrieg.
Gut auf dem Gelände integriert, Gemeinderaum der Kirche Sankt Nikolai.
Südseite der Kirche Sankt Nikolai in Uebigau.
Eingang am Turm und architektonische auffälliges es Treppenhaus.
Wieder in der Schulgasse, bietet das Pfarramt mit seinem schönen Fachwerk einen abendlichen Blickfang.

Pfarramt Evangelisches Pfarramt Uebigau.
Gleich daneben, sehr praktisch, die ehemalige Lateinschule.

Lateinschule als Denkmal.
Weiter geht es durch die Pfarrstraße in die Nordstraße.

Pfarrstraße Richtung Kirche mit Abzweig der Nordstraße.
Ab der Nordstraße gibt es erst mal bauliches Kontrastprogramm. Verlassene Gebäude. Einzelne in ruinösen Zustand. Wie es scheint, ist die Stadtsanierung bis hierher erst in kleinen Schritten vorgedrungen. Doch Gut Ding braucht seine Zeit und eben Geld.

An dem Haus gleich auf der Ecke zur Pfarrstraße, ist die Sanierung irgendwann stehen geblieben.
Unmittelbar an der Einmündung Ringstraße steht ein kleiner verschachtelter alter Gebäudekomplex. Dessen Zweck erschließt sich von außen nicht recht.

Auffälliger Gebäudekomplex an der Ringstraße Ecke Nordstraße.
Etwas weiter nördlich gibt es wieder gute Entwicklungen zu sehen. Die Nordstraße wandelt sich in eine Eigenheimsiedlung.

Eigenheime in der Nordstraße mit der markanten Kirche Sankt Nikolai im Hintergrund.
Und Kunst am Garten gibt es ebenfalls zu sehen.
Am Ende der Nordstraße öffnet sich ein weiter Blick und überrascht mit herbstlicher Tiefland-Landschaft. Wieder Zeit für einen fotografischen Rundblick.

Weiter Blick über die Herbstliche Landschaft am Neugraben.
Der Solarpark Richtung Norden.
Über den Gärten der Stadt tritt der Kirchturm der Sankt Nikolai Kirche imposant in Erscheinung.
Hier unterquert der Neugraben die Straße zum Gewerbegebiet Nord und bieten ein paar schöne Ansichten.

Brücke über den Neugraben.
Herbstlich gelbe Birken am Neugraben südlich der Brücke.
Wenn sich der Spätherbst an das Brückengeländer klammert.
Mit einem letzten Blick übers Land geht es zurück in die Stadt. Der Termin wartet, doch für die nächsten Tage ist eine Fortsetzung des Streifzuges durch die Niederlausitzer Kleinstadt anvisiert.

Neugraben und Wiesen.
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Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik