Samstag, 9. Oktober 2021

Kriech um Dein Leben - Niederlausitzer Beobachtungen -

Von einer Jagt in Zeitlupe


Dramatische Bilder gibt es nicht nur in der makroskopischen Wildnis. Auch am Wegrand finden sich, bei aufmerksamen Hinsehen, Bilder wilder Jagden.

Tigerschnecke jagt eine braune Nacktschnecke.
Tigerschnecken oder Tigerschnegel (lateinisch Limax maximus), 
sind ein Schatz für jeden Gärtner, machen sie doch Jagd auf einen der emsigsten Feinde der Gartenkultur, Nacktschnecken.

Tigerschnecke. Eingeholt. Dramatische Jagd in Zeitlupe.
Hier eine Tigerschnecke auf der Jagd nach einer braunen Nacktschnecke. Für die braune Nacktschnecke heißt es: "Krieche um Dein Leben".

Tigernacktschnecke. Angefressen.
Das Wort "Angefressen" bekommt hier die Bedeutung für die es geschaffen wurde.

Sonntag, 26. September 2021

Die Gottesanbeterin im Kellerschacht - Niederlausitzer Beobachtungen -

Was macht die Gottesanbeterin im Kellerschacht?


Auf dem Rückweg vom Wahllokal blieb der Blick zufällig in einem der Kellerschächte am Rand des Bürgersteigs hängen. Ein ca. 10 Zentimeter großes hellbraunes Insekt mit dreieckigen Kopf, erregte meine Aufmerksamkeit. Eine große braune Heuschrecke? Doch der sehr markante dreieckige und agile Kopf sprachen dagegen. Zwei Bilder aus dem Finsterwalder Heimatkalender fielen mir wieder ein. Eine Gottesanbeterin? Hier in der Stadt? An einer der belebtesten Straßen der Stadt Finsterwalde/Niederlausitz, der Langen Straße?

Finsterwalde/Niederlausitz, Kellerschacht in der Langen Straße, mit der hellbraunen Gottesanbeterin. (siehe roter Kreis)

Zehn Minuten später klickte die schnell geholte Kamera. Nun schon mit der Gewissheit das es sich tatsächlich um eine Gottesanbeterin (Mantis religiosa) handelt. Noch dazu um ein sehr seltenes hellbraunes Exemplar. 

Finsterwalde/Niederlausitz, Gottesanbeterin am Gitterrost eines Kellerschachts.

Stellt sich die Frage woher solch ein seltener Räuber kommt? Wie konnte das Exemplar bei dem lebhaften Verkehr überleben? Wo hat das Tier sein Refugium? Weit fliegen können die Insekten nicht, wie den Internetseiten von Wikipedia zu entnehmen ist. Siehe Wikipedia. Und sie bevorzugen sonnige Brachflächen. Nach kurzer Suche ist das sonnige Refugium gefunden und seine Nahrungsquelle auch. Auch die hellbraune Farbe erklärt sich damit von selbst. Auf dem Gelände gibt es kaum etwas Grünes. Dafür jede Menge anderer Insekten. 

Das in der Niederlausitz in den letzten fünf Jahren eine Ansiedlung stattgefunden hat, belegen die wiederholten Beobachtungen der Mitglieder des Finsterwalder Heimatkalenders und ein Bericht des NABU`s aus dem Jahr 2020. Wichtigstes Verbreitungsgebiet ist Grünhaus. Doch diese Tiere dort sind grasgrün. Das Exemplar hier eindeutig hellbraun. Ein Ergebnis von Mimikry, also der Anpassung an den Lebensraum Stadt. Landflucht also mal anders.

Sonntag, 15. August 2021

Wald-Gnom - Niederlausitzer Entdeckungen -

Kleiner Pilz-Gnom am Wegesrand


Bei einer Wanderung durch den geologischen Lehrpfad in Grünewalde /Niederlausitz, lächelte den Fotografen am Wegesrand dieser kleine Wald-Gnom an. Unwiderstehlich für die Kamera. Also gibt es 
doch Gnome? Grenzt Grünewalde also möglicherweise an den Märchenwald?

Grünewalde /Niederlausitz. Wald-Gnom.
Nein. Alles Natur. Was hier den Wanderer mit seiner Knollennase so verschmitzt anlächelt ist ein ganz natürliches Wesen, ein Staubpilz oder auch Hasen-Stäubling genannt. Seine zufällige Form und das Licht bieten den Fotografen den seltsamen Anblick eines Gnom-Gesichtes. Mehr zum Stäubling bei Wikipedia, Hasenstäubling.
Wer trotzdem gern wissen möchte was Gnome sind, hier ein paar fundierte Informationen: Gnom, Wikipadia
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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.

Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

Sonntag, 11. Juli 2021

Tigernacktschnecke jagt Ameisen - Niederlausitzer Beobachtungen -

Wenn die Schnecke auf Ameisenjagt geht.


Tigernacktschnecken oder auch Tigerschnegel genannt gehört zur Gruppe der Nacktschnecken. Diese Art der Schnecken ist ursprünglich in Westeuropa beheimatet gewesen. Aufgrund es Klimawandels und durch anthropogene Verbreitung ist diese Schneckenart auch in der Niederlausitz heimisch geworden. Hier findet die wärmeliebende Art gute Bedingungen vor.

Auf den Bahnhof Spremberg befindet sich ein Areal zwischen den Gleisen, was für diese nützliche Schneckenart offenbar gute Bedingungen bietet. In diesem isolierten Areal zwischen den Gleisen hat sich die Tigernacktschnecke auf das Fangen und Fressen von Ameisen umgestellt.

Tigernacktschnecke wird von den Ameisen entdeckt.
Mit dem Legen einer Schleimspur beginnt ein interessanter Vorgang. Offenbar enthält der Schleim eine Substanz die Ameisen lähmt oder betäubt. Ameisen die auf die Schleimspur geraten bleiben haften und beginnen sich zu krümmen.

Tigernacktschnecke nähert sich seinem Opfer. Einmal auf den Leim gegangen, Flucht aussichtslos.
Der Versuch anderer Ameisen die Schnecke anzugreifen bleibt ohne Erfolg.

Tigernacktschnecke. Gefressen wird auch mal im Doppelpack.
Auch zwei Ameisen gleichzeitig zu verspeisen schein damit kein Problem. 

Offenbar haben sich hier Tigernacktschnecken auf eine neue Nahrungsquelle eingestellt. Ein Umstand der sicher viele ameisengeplagte Gartenbesitzer freuen dürfte.
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Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

Sonntag, 20. Juni 2021

Unerwarteter Fernblick auf die Unwetter über dem Fläming - Niederlausitzer Beobachtungen -

Naturschauspiel Unwetter


Wege von der Arbeit nach Hause bieten manchmal überraschende Fernsichten auf ferne Ereignisse. So auch am Samstag den 19. Juni 2021. Über dem Fläming und dem östlichen Havelland tobten Hitzegewitter. Aus der Niederlausitz bot diese ein schönes Himmelsspektakel. Hier einige Eindrücke:

Loch in der Gewitterwolke, von der Salzgrabensenke bei
Neudöbern aus gesehen.
Spot an! Gleicher Anblick aus dem Lug bei Wormlage Richtung Nordwesten.
Hier tobt das Gewitter bereits über dem Fläming.

Spot aus. Der Riss in der Gewitterwolke schließt sich.
Es wirkt langsam bedrohlich und lässt erahnen welche Gewalten da toben.
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Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

Herbstblick in die Rückersdorfer Senke - Niederlausitzer Landschaften -

Herbstansichten zwischen Oppelhain, Rückersdorf und Friedersdorf


Die Rückersdorf-Friedersdorfer Senke ist ein Überbleibsel eines nacheiszeitlichen Sees der Saale 2 Eiszeit. Wie unter Geologen bekannt, erstreckte sich dieser See über das gesamte Finsterwalder Becken bekannt. Heute, ist davon eine flache Senke, die sich vom Lug am Südwestende der Calauer Schweiz bis nach Theisa und Maasdorf am Rande des Elster-Urstromtales hin zieht, übrig geblieben.

In diese flache Senke ist 2020 der Herbst eingezogen und hat für schöne Abendbilder gesorgt. Hier drei schöne Beispiele:


Rückersdorfer Senke, Hammerteiche im Herbstlicht 2020.
Rückersdorfer Senke. Kraniche rasten bei Oppelhain /Niederlausitz.
Blick über die Rückersdorfer Senke vom Aussichtpunkt Friedersdorf aus.
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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.
Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

Donnerstag, 3. Juni 2021

After work beer - Niederlausitzer Beobachtungen -

Wenn Miezi ihr Feierabendbier geniest


Nach getaner Arbeit hat sich jeder sein Feierabendbier verdient. Das gilt doch für Mensch wie Tier, oder?
Zumindest für Katze Miezi. Nach intensiver ordentlicher Inspektion von Haus, Hof und Garten, hat man sich das redlich verdient. Bequem auf der Couch platziert, schmeckt das Feierabendbier auch.

Miezi auf der Couch.
Das Bier, ein Genuss ...
Gaaaanz lecker.
Als echte Niederlausitzer Katze weiß man das Leben auf der Couch zu schätzen.
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Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik