Foto-Streifzug entlang des Bahndamms und durch die Straße „Am Güterbahnhof“
Ein Motorschaden im Auto ist ärgerlich und meist auch teuer. Zweitens kommt man ums Laufen erst mal nicht herum, zumindest von der Werkstatt bis nach Hause. Doch warum nicht aus dem Problem mal einen fotografischen Nutzen ziehen? Wenn die frühmorgendliche Sonne sich gerade durch die abziehende Wolkenwand des morgendlichen Gewitters arbeitet, bietet der Weg entlang des Bahnhofs Finsterwalde einige interessante Motive. Hier ein paar fotografische Ergebnisse – dazu einige Betrachtungen.
Gleich hinter dem ehemaligen Schrankenposten 134 in Massen hatte sich ein Haus zur grünen Vermummung entschlossen. Mit Hilfe von wildem Wein und etwas Efeu schien das Projekt ganz gut zu gelingen. Zumindest war es in der leichten Morgensonne ein grüner Hingucker.
| Foto 1: Botanische Eroberung. |
| Foto 2: Die Handbremse war unübersehbar bei Violett und Signalgelb. |
| Foto 3: Nasse Schilfrispe am Bahndamm. (7) |
Gleich daneben hatten es sich ein Schachbrettfalter (Melanargia galathea) in den Blüten gemütlich gemacht.
| Foto 4: Schachbrettfalter (Melanargia galathea) weiblich. Erkennbar an den eher braun-gelblichen Flügelrand. |
| Foto 5: Kontrastreicher Himmel über der Ausfahrt zur ehemaligen Zschipkauer Eisenbahn. |
Beim Rückblick entlang der Ladestraße fiel das ehemalige mechanische Stellwerk W 3 ins Auge. Seine dunkle Ruine verlieh dem Motiv etwas historischen Charme. Als Arbeitspferd des Bahnhofs Finsterwalde diente es nicht nur als Weichenwärterstellwerk für den ehemaligen Fahrdienstleiter vom Befehlsstellwerk B 1, vorne am Bahnsteig 1.
| Foto 6: Ehemaliges Stellwerk W 3 Finsterwalde. |
In der Ladestraße hatte die Natur übernommen. Zumindest in der Mitte. Seit Jahren standen hier zwei vergessene Kesselwagen. Für die Natur der Stadt Finsterwalde war das eine willkommene Gelegenheit zu einer grünen Umarmung.
| Foto 7: Eingegrünt, zwei vergessene Kesselwagen in der Ladestraße des Bahnhofes. |
| Foto 8: Zwei Kohlweißlinge fühlen sich im Blauer Natternkopf (Echium vulgare) sehr wohl. |
| Foto 9: Rund-Hallendächer des Autohandels. Davor schöner farblicher Kontrast, grüngelbe Flachwagen. |
| Foto 10: Ruine des abgebrannten Güterbodens im morgendlichen Sonnenlicht. |
| Foto 12: Blick ins ehemalige Innenleben der Güterbodenhalle. |
Foto 13: Blick durchs Fenster in den zerstörten Büroraum des ehemaligen Binnenzollamtes. |
| Foto 14: Wo es Trauer-Rosenkäfer treiben, natürlich auf Blüten. |
| Foto 15: Flechtengemeinschaft auf der Laderampe. |
| Foto 16: Faltersex im Brombeerstrauch. Auch bei den beiden Schachbrettern geht es innig zu. |
| Foto 17: Weichenwärterstellwerk W 2 auf der Nordseite des Bahnhofes Finsterwalde. |
| Foto 18: Blick zum sanierten Bahnhofsgebäude der Firma Finsterwalder Eisenbahngesellschaft UG. |
| Foto 19: Bahnhofsvorplatz mit altem Fahrdienstleiterstellwerk B 1, Bahnhofsgebäude, Busbahnhof, markanter Fußgängerbrücke und Zufuhrstraße. |
Mitten unter das Straßenpflaster aus Lausitzer Granodiorit hatte sich ein dunkler Amphibolith geschmuggelt. Seine weißen Gefügebrüche fielen im Sonnenlicht regelrecht ins Auge und damit natürlich ins Objektiv. Dieses Gestein war einst ein Basalt und wurde durch hohe Temperaturen und Drücke metamorph überprägt.
| Foto 20: Augenfälliger dunkler Pflasterstein im hellgrauen Umfeld aus Granodiorit. |
Vor dem Park&Ride-Parkplatz bot sich am Boden ein anderes kurioses Motiv. Hatte hier der Ahorn Anschluss an die Straßenbeleuchtung gesucht? Zumindest entstand dieser Eindruck.
| Foto 21: Anschluss gesucht. Ahornbaum mit Stromanschluss. |
| Foto 22: Kreisverkehr? Nein Hofeinfahrt um die Ecken. |
| Foto 23: Oberstufenzentrum Finsterwalde und Wasserturm im Morgenlicht. |
| Foto 24: Treppenhaus des Bahnhofsgebäudes Finsterwalde und das Gebäude der Finsterwalder Eisenbahngesellschaft UG. |
Langsam war es Zeit für den Frühstückskaffee.
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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.
Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik
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