Donnerstag, 14. Mai 2026

Natur des Jahres in Calau – Niederlausitzer Begegnungen -

Vortrag zur Natur des Jahres 2026 in Calau


Es klang schon interessant: „Vortrag über die Natur des Jahres“ in Calau. Vorgestellt werden sollten verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Eingeladen hatte der Heimatverein Calau e.V. am Dienstag, den 24. März 2026, in das Haus der Heimatgeschichte. Als Vortragende agierte die Gemeindepädagogin der ev. Kirche, Frau Undine Grabitz aus Kemmen.

Foto 1: Frau Grabitz beim Vortrag zur Natur des Jahres in Calau.
Eröffnet wurde der Abend vom Vorsitzenden des Calauer Heimatvereines, Matthias Nerenz.

Foto 2: Matthias Nerenz bei der Eröffnung des Abends.
In seiner kurzen Einführung würdigte er die Arbeit von Hans-Joachim Emmrich, Leiter der Arbeitsgruppe „Regionales Wasser“ im Heimatverein Calau, der bereits Anfang des Jahres einen Teil des Vortrags gehalten hatte. An diesem Abend konnte er jedoch nicht anwesend sein.

Der Vortrag bestand aus zwei Teilen. Im ersten Teil wurden der Baum des Jahres, die Heilpflanze des Jahres, das Blattgemüse des Jahres und die Fledermaus des Jahres behandelt. Diesen Teil hatte Hans-Joachim Emmrich erarbeitet. Los ging es mit der Zitterpappel (Populus tremula), auch Espe genannt.

Foto 3: Espe in voller Blüte.
Frau Grabitz sprach über die Einordnung in der Pflanzenwelt, ihr Vorkommen sowie ihre Wirkung in der Natur als Pionierpflanze für weitere Baumarten und natürlich darüber, was der Mensch aus ihrem Holz fertigte. Dazu ließ sie einige Beispiele herumgehen.

Foto 4: Sperrholzplattenreste aus Pappelholz.
Weiter ging es mit der Gemeinen Nachtkerze als Heilpflanze des Jahres 2026. Dieser im 17. Jahrhundert aus Nordamerika als Zierpflanze eingeschleppte Neophyt ist ein Gartenflüchtling und hat sich in Europa schnell ausgebreitet.

Foto 5: Foto der Gemeinen Nachtkerze.
Wer mehr darüber wissen möchte, findet bei Wikipedia unter „Gemeine Nachtkerze“ weitere Informationen.

Als Nächstes holte Frau Grabitz einen Korb unter dem Tisch hervor und präsentierte das Blattgemüse des Jahres: zur Überraschung einen Grünkohl, frisch aus dem Garten.

Foto 6: Gemüse auf den Tisch.
Nach dessen Vorstellung nahmen die Gespräche die Fahrt in Richtung Speiseplan und Zubereitung auf. Was in der Runde so an Rezeptideen aufkam, weckte beim Fotografen auch Appetit.

Der letzte Kandidat vor der Pause hat den lateinischen Namen „Nyctalus leisleri“ und ist auch in der Niederlausitz verbreitet. So gibt es in der Nähe von Buchwäldchen auch eine Heimstätte dieses lautlosen Seglers.

Nach der Fledermaus gab es eine kleine Pause – Gelegenheit, einmal nach dem Hintergrund der „Natur des Jahres“ zu fragen.

Es handelt sich um eine Idee aus dem Jahr 1971. Ein Vorläufer des NABU, der „Deutsche Bund für Vogelschutz“, kürte damals den Wanderfalken zum Vogel des Jahres. Ziel war es, die Bevölkerung in der alten Bundesrepublik für die Gefahren der Natur zu sensibilisieren. Daraus hat sich im Laufe der Zeit eine bundesweite Aktion mit vielen Akteuren entwickelt. Heute umfasst sie eine ganze Reihe von Tier- und Pflanzenarten. Eine Übersicht und kurze Geschichte kann man hier nachschlagen: „Natur des Jahres“, Wikipedia.

Im Zweiten Teil ging es um drei Tierarten. Vogel, Wildtier und Lurch des Jahres.

Foto 6: Präsentation zu Rebhuhn, Rothirsch und Alpensalamander.
Los ging es mit dem Rebhuhn. Es ist ein wildlebender Hühnervogel, Bodenbrüter und in Deutschland stark gefährdet, deshalb steht er auf der Roten Liste. Grund ist die intensive Landwirtschaft. Dafür hat der kleine Vogel es in Grimms Märchen geschafft, wie Frau Grabitz mit Hilfe einer kleinen Quizfrage erläutert: Nämlich als Speise für den König im Märchen „Der gestiefelte Kater“.

Foto 7: Frau Grabitz mit einem Märchenbuch.
Mehr zum Rebhuhn hier: Rebhuhn Wikipedia

Mit der nächsten Folie auf der Leinwand legte Frau Grabitz zwei Hirschgeweihe auf den Tisch. Es ging um den Rothirsch (Cervus elaphus) und seine Lebensbedingungen.

Foto 8: Ein Fünfender Hirschgeweih wandert über die Tische.
Das recht hohe Gewicht der beiden Geweihe sorgt im Publikum für allerlei Kommentarstoff. Auch in den Waldgebieten um Calau tritt der Rothirsch auf, was einige Anwesende mit ihren Begegnungen bestätigen. Mehr zum Rothirsch hier: „Rothirsch“, Wikipedia

Das letzte Tier des Jahres ist der schwarze Alpensalamander. Eine Tierart, die in der Umgebung Calaus nicht heimisch ist, sondern eher in den Mittel- und Hochgebirgen Südeuropas vorkommt.

Foto 9: Folie schwarzer Alpensalamander bei der Paarung.
Nach der Schilderung von Vorkommen, Lebensraum und Gefährdungsgrad hatte Frau Grabitz ein Video mitgebracht. Bei einer Wanderung im Dinarischen Gebirge hat sie durch Zufall das Paarungsverhalten der Alpensalamander aufgenommen. Ausführliches zum Schwarzen Alpensalamander bei: „Alpensalamander“, Wikipedia.

Foto 10: Matthias Nerenz (rechts) dankt Frau Grabitz
für den gelungenen Vortrag.
Mit regen Gesprächen klang der Abend dann aus.
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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.
Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

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