Montag, 22. Dezember 2025

Morgenstunde in Göllnitz – Niederlausitzer Beobachtungen -

Sonnenaufgang in einer Landschaft mit Wolkenscholle und Fröstelfaktor


Wege übers Land haben manchmal ihre schönen Seiten. Solch eine „Schöne Seite“ tat sich Mitte Dezember 2025 bei Göllnitz auf. Ein bemerkenswerter Sonnenaufgang.

Sonnenaufgang über dem Lug bei Göllnitz.
Beim Lug handelt es sich um einen Teil der Niederlausitzer Beckenlandschaft, genauer dem Finsterwalder Becken. Seine Ursprünge gehen auf die Saale 2 Vereisung zurück, also eine Zeit die vor 150 000 Jahren endete. Beim betrachten der Fotos wird man den Eindruck nicht los, ob sich diese Landschaft ab und zu an diese ferne kalte Zeit erinnern will?

Landschaft mit Fröstelfaktor. Die noch tief stehende Wintersonne taucht den Lug in ein wildes kaltes Licht.
Im flach einfallenden Licht liegt hier fast etwas Mystisches. Beim Blick dem alten Weg entlang erwartet man das jeden Augenblick mystische Gestalten auftauchen könnten. Doch sie bleiben aus. Fast ein bisschen schade.

Die tief stehende Sonne verleiht dem Weg in den Lug einen mystischen Hauch.
Nur wenige Momente und schon ändert sich wieder das Licht über der Landschaft. Im Hintergrund der Baumreihen der Zürcheler und Dollenchener Mühlgräben.

Lug im goldenen Licht.
Im Westen erscheint über dem Lug eine blockartige Wolkenfront. Eine langgestreckt winterliche Schichtwolke. Ungewöhnlich ihre kantige Form, ähnlich einer schwebenden Eisscholle.

Wolken-Scholle am Himmel über dem Lug bei Göllnitz.
Beim Blick zurück erscheinen die Lindthaler Bauernheide mit ihrem markanten Windpark, sowie dem Guschnerberg und Brandberg im rötlichen Morgenlicht.

Guschnerberg und Brandberg mit dem Windpark in Hintergrund.
Ein weiteres mal umsehen und schon wird der Sonnenaufgang milder, fast ein bisschen kuschlig. Die höher steigende Sonne verändert schnell wieder ihre Lichtflut.

Sonnenaufgang und Nebel über dem Lug, jetzt milder.
Da die Zeit zu drängen beginnt nur noch ein kurzer fotografischer Blick auf Kirche und Dorfstraße zum Schloßplatz. Auch hier hat der Sonnenaufgang optisch ganze Arbeit geleistet. So vollständige Ansichten der Kirche sind nur im Winter möglich. Im Sommer verdeckt das Laub der Bäume die eigentlich schöne Kirche.

Kirche von Göllnitz im Morgenlicht.
Licht in der Dorfstraße Göllnitz.
Da das Dorf Göllnitz leicht erhöht auf dem Sattel einer Grundmoräne steht, der etwas in den Lug hinein ragt, bildet der Ort immer einen fotografischen Blickfang in der Landschaft.
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Quellen:
Wikipedia: Saale-Komplex

Eberhard Scholz
"Die naturräumliche Gliederung Brandenburgs". Erschienen 1962
Märkische Volksstimme
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Blog: Mit 8 Megapixeln durch die Niederlausitz.
Autor: Vel Thurvik
Fotos: Vel Thurvik

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